Unihockey: Janis Ribler & Noemi Anderegg werden Cup-Sieger!

Im Unihockey wurden am Samstag die Cup-Finals ausgetragen: Bei den Männern siegte erstmals Floorball Thurgau mit Verteidiger Janis Ribler; bei den Frauen stemmte Zug United mit Noemi Anderegg die Cup-Trophäe zum 5. Mal in die Höhe.

Floorball Thurgau und UNITED-Absolvent Janis Ribler schreiben Geschichte: In einem packenden und hochklassigen Cupfinal in der ausverkauften Pilatus Arena krönen sich die Ostschweizer mit einem 4:2-Sieg über Titelverteidiger HC Rychenberg Winterthur erstmals zum Cupsieger.

Die Thurgauer erklimmen vor 4000 Zuschauern damit eine weitere Stufe auf dem Weg an die Spitze des Schweizer Unihockeys. Erst vor vier Jahren stieg «Floorball TG» in die NLA auf. Seither entwickelten sich Mannschaft und Verein kontinuierlich weiter. Waren der Nicht-Abstieg und der Vorstoss in die Playoffs noch vor Kurzem Erfolgsmeldungen, prangen mittlerweile Titel und Trophäen auf der Agenda. Der Pokal-Erfolg ist in dieser Hinsicht der vorläufige Höhepunkt – er soll aber natürlich noch längst nicht das Ende bedeuten.

Im Thurgau tut sich was, versichert auch Janis Ribler. Der UNITED-Absolvent von 2024 hat sich in der Abwehr der Violetten einen Stammplatz erkämpft und sich mit seiner Zuverlässigkeit und Hartnäckigkeit einen Namen gemacht. «Wir haben uns im Sommer nochmals geschickt verstärkt. Nebst starken Ausländern konnten wir auch Schweizer Nationalspieler zu uns lotsen.» Die stärkeren Leistungen und grösseren Ambitionen spiegeln sich am gesteigerten Publikumsinteresse. Für die bald beginnenden Playoffs ist die heimische Paul-Reinhart-Halle zu klein geworden. Die mittlerweile 600 Saisonkarten-Besitzer allein fänden nicht alle einen Platz. So disloziert man für die entscheidende Meisterschaftsphase nach Amriswil ins Tellenfeld vom Volleyball-Spitzenteam. Weiter gibt es im Thurgau Bestrebungen dauerhaft eine grössere Unihockey-Arena zu bauen.

Sportlich richtet sich der Fokus aber zunächst auf die Playoffs. «Spätestens nach dem Cup-Triumph wollen wir nun auch die Meisterschaft», gibt sich Janis ehrgeizig. Zwei Runden vor Qualifikationsende liegt Thurgau auf Platz 4 – hinter den beiden Berner Klubs Wiler-Ersigen und Langnau sowie Zug.

Janis Ribler ist trotz sportlichem Höhenflug mehrgleisig unterwegs. Der damals schon leistungsstarke BM-Absolvent ist weiterhin bei seinem Ausbildungsbetrieb Julius Bär im 80%-Pensum angestellt, mittwochs drückt der 21-Jährige an der ZHAW die Schulbank und bildet sich im Bereich Banking & Finance weiter – unter der Woche stehen dann on top noch vier bis fünf die Einheiten in Halle und Kraftraum mit seinem NLA-Team an.

Wir gratulieren zum Cup-Sieg und wünschen für die anstehenden Playoffs viel Erfolg!